Facts GT-3

Inmitten einer dicht besetzten Sportwagen-Szene von GT-Fahrzeugen sowie Sport- prototypen gelang der GT3-Serie 2006 ein Coup: Auf Anhieb starteten 44 Fahrzeuge in der FIA GT3-Europameisterschaft, ein Jahr danach stieg die Zahl nochmals an - auf 50 Fahrzeuge. Längst gibt es weltweit nationale und internationale GT3-Serien. Der Erfolg der GT3-Formel gründet auf mehreren Säulen.
Die GT3-Rennwagen basieren auf Serien- fahrzeugen, obgleich das Reglement grundsätzlich sehr freizügig ist. Mithilfe von Handicap-Regeln kann der Automobil-Welt- verband FIA jedoch jederzeit Entwicklungs-Fortschritte bremsen. Eine Kosteneskalation wird somit vermieden. Das Ziel: hohe Markenvielfalt, geringer Entwicklungsaufwand und gute Handhabbarkeit für Fahrer und Teams.
Elf Rennwagen von zehn Herstellern sind Ende 2008 homologiert, der Audi R8 LMS ist eines der nächsten Modelle. Die öffentlich einsehbaren Preise der Autos variieren zwischen 150.000 und 400.000 Euro. Vielfalt wird garantiert, indem eine Höchstgrenze an bestimmten Fahrzeugen pro Homologation in jeder Serie festgelegt ist - ab 2009 vier Fahrzeuge. Das Spektrum reicht von kleinen Manufakturen bis zu den weltgrössten Herstellern.
In den Rundenzeiten sind GT3-Modelle ähnlich schnell wie GT2-Fahrzeuge. Letztere kosten allerdings das Zwei- bis Dreifache von GT3-Rennwagen.
Die GT3-Rennwagen richten sich nicht an Werksteams oder Werkspiloten. Grundsätzlich werden Fahrer je nach Karriere-Erfahrungen und Erfolgen in vier Kategorien eingeteilt. Nur Fahrer bestimmter Kategorien dürfen sich als Paarung ein Auto im Rennen teilen. Damit treffen Nachwuchstalente auf erfahrene Sportwagen-Piloten und Gentleman-Fahrer ohne Profi-Hintergrund.
Zwei einstündige Rennen pro Veranstaltung garantieren allen Beteiligten einen optimalen Einsatz. Zwei Fahrer wechseln sich ab, ein Pflicht-Boxenstopp erhöht die strategische Spannung der Rennen, und die Distanzen bleiben innerhalb eines fernsehfreundlichen Zeitformates.
Die GT3-Serien bieten in Europa und weltweit attraktive Märkte. Die Europameisterschaft überschneidet sich nicht mit jenen nationalen GT3-Serien, die von der SRO (Stéphane Ratel Organisation) in Europa koordiniert werden. So können Fahrer und Teams gleichzeitig in einer nationalen Serie und in der EM antreten. Durch die garantierte Fahrzeugvielfalt und die Nivellierung der Leistungsfähigkeit der Autos eröffnet sich Fahrern, Tunern und Teams ein breites Einsatzfeld.