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24.08.2016

DTM Moskau: Stimmen Audi Sport



Regen am Samstag, Sonne am Sonntag: 25.000 Zuschauer (am Wochenende) erlebten auf dem Moscow Raceway zwei höchst unterschiedliche DTM-Rennen, die für Audi Sport beide nicht nach Wunsch verliefen. Die Stimmen nach dem Russland-Gastspiel der DTM.
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef)
„Das Moskau-Wochenende ist nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Samstag sind wir nach einem schwierigen Zeittraining in dem Regenrennen nicht wirklich gut zurechtgekommen. Trotzdem ist es uns gelungen, mit einer starken Mannschaftsleistung Boden in der Meisterschaft gutzumachen. Woran es am Sonntag im Qualifying gelegen hat, haben wir noch nicht richtig verstanden. Von den Startpositionen ab Platz zwölf noch vier Autos in die Punkteränge zu bringen, war sicherlich nicht zu erwarten und deshalb umso erfreulicher.“

Dieter Gass (Leiter DTM bei Audi Sport)
„Natürlich können wir mit unserem Abschneiden in Moskau insgesamt nicht zufrieden sein. Wir waren vor allem im Qualifying nicht schnell genug. Im Regen am Samstag war es schwer, im Rennen von unseren Startpositionen aus mehr zu erreichen, zumal der Start hinter dem Safety-Car erfolgte. Am Sonntag haben wir es im Qualifying nicht geschafft, die Reifen auf den Punkt zum Arbeiten zu bringen. Warum das so war, müssen wir analysieren. Nach dem katastrophalen Qualifying ist es uns zumindest noch gelungen, vier Autos in die Punkte zu bringen. Nun heißt es volle Konzentration auf den Nürburgring. Dort müssen wir vor allem im Qualifying zu unserer gewohnten Form zurückfinden.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Platz 7 / Platz 21
„Das war kein perfektes Wochenende, obwohl wir in beiden Rennen schnell waren. Am Samstag haben wir das Qualifying bei schwierigen Bedingungen nicht optimal hinbekommen. Ich war ganz zufrieden, im Rennen zumindest noch ein paar Punkte geholt zu haben. Ich schloss gegen Ende zu der Gruppe auf, die um Platz vier kämpfte. Aber ich hätte viel Risiko eingehen müssen, um Martin zu überholen. Am Sonntag lief es einfach nicht. Wir hatten im Qualifying technische Probleme, so kam ich nur auf Platz 20. Im Rennen ging es in den ersten Runden ganz gut nach vorn, doch dann war ich etwas zu optimistisch, als ich da Costa überholen wollte. Ich glaube, er hat mich gar nicht gesehen und ganz normal eingelenkt. Ich bekam für die Kollision eine Durchfahrtstrafe und dann noch eine, weil ich in der Boxeneinfahrt zu schnell war – das ist mir in meiner Karriere noch nie passiert. Wir haben noch sechs Rennen und geben nicht auf. Aber wir brauchen nun definitiv ein paar reibungslose Wochenenden.“

Adrien Tambay (Speedweek.com Audi RS 5 DTM #27) Platz 12 / Platz 8
„Angesichts der Tatsache, dass Audi hier etwas zu kämpfen hatte, bin ich mit dem Ergebnis und den Punkten ganz zufrieden. Für mich war es das Comeback nach meiner Verletzung am Handgelenk. Ich war nicht ganz sicher, ob ich fit genug bin, aber das Rennen am Sonntag hat es bewiesen. Ich konnte zehn Plätze aufholen und dank ‚Eki’ sogar in der letzten Kurve noch zwei Positionen gutmachen. Auch das erste Rennen am Samstag war nicht so schlecht, aber ich konnte im Regen kaum etwas sehen und habe einfach versucht, das Auto in einem Stück heil ins Ziel zu bringen.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg)
„Das war nicht unser Wochenende. Am Samstag war ich noch ganz zufrieden, weil wir mit Jamie (Green) zumindest Punkte geholt haben. Am Sonntag war er leider beim Überholen etwas zu optimistisch. Das war schade, denn vom Speed her war er ganz gut. Adrien (Tambay) ist am Sonntag ein starkes Rennen gefahren und hat am Ende in der letzten Kurve noch zwei Punkte geholt.“