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17.07.2012

Audi-Youngster sorgt für Überraschung



Audi bei der Hersteller-Teamstaffel in München im Finale Adrien Tambay gemeinsam mit Timo Scheider auf Platz zwei Mattias Ekström und Edoardo Mortara mit Bestzeiten
Ingolstadt/Nürnberg, 14. Juli 2012 – Audi-Pilot Adrien Tambay war die große
Überraschung am ersten Tag des DTM-Events in München. Gemeinsam mit
Routinier Timo Scheider, der sich nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte
eindrucksvoll zurückmeldete, erreichte der 21-jährige DTM-Neuling im
Olympiastadion das Finale der Hersteller-Teamstaffel und stand damit erstmals in
der DTM auf dem Siegerpodest.

Nach zwölf spannenden Finalrunden, bei dem abwechselnd viermal drei Runden
absolviert wurden, mussten sich die beiden Piloten des Audi Sport Team Abt
Sportsline nur um 0,254 Sekunden den beiden Mercedes-Fahrern Jamie Green und
Ralf Schumacher geschlagen geben. Mit der schnellsten Rennrunde im letzten
Umlauf sorgte Tambay am Steuer seines Audi ultra A5 DTM am Ende auch noch für
ein echtes Fotofinish.

Auf dem nur 614 Meter langen Parallelkurs im Olympiastadion spielten am Samstag
die Reifen eine entscheidende Rolle. Da pro Fahrzeug am gesamten Wochenende in
München nur zwei Reifensätze zugelassen sind, traten alle Audi-Piloten im
Viertelfinale mit gebrauchten Reifen an, um für das prestigeträchtige Einzelrennen
am Sonntag noch jeweils einen frischen Reifensatz zur Verfügung zu haben.

Adrien Tambay und Timo Scheider konnten sich in ihrem Viertelfinale gegen den
BMW von Augusto Farfus und Bruno Spengler durchsetzen. Mattias Ekström und
Miguel Molina mussten sich mit ihren beiden Red Bull Audi A5 DTM dagegen den
späteren Siegern Jamie Green und Ralf Schumacher beugen.

Dass Ekström dennoch ein ganz heißer Kandidat auf den Sieg im Einzelwettbewerb
am Sonntag ist, deutete das Geburtstagskind im Zeitfahren an, in dem der Schwede
über fünf Runden mit Abstand am Schnellsten war. Ebenfalls für das Viertelfinale
qualifizierte sich Adrien Tambay, Timo Scheider (AUTO TEST Audi A5 DTM) und
Miguel Molina.

Auf die Tausendstelsekunde exakt so schnell wie sein Teamkollege im Audi Sport
Team Phoenix war Mike Rockenfeller im Schaeffler Audi A5 DTM. Der Le-Mans-Sieger
des Jahres 2010 fuhr seine Zeit jedoch zu einem späteren Zeitpunkt als Molina und
wurde deshalb auf Rang fünf klassiert. Der Schweizerin Rahel Frey (E-POSTBRIEF
Audi A5 DTM) gelang es, sich zwischen die beiden Piloten des Audi Sport Team
Rosberg zu schieben. Edoardo Mortara (Playboy Audi A5 DTM) und Filipe
Albuquerque (TV Movie Audi A5 DTM) belegten innerhalb der Audi-Gruppe die
Positionen sechs und acht.

Die bisher schnellste Runde im Münchener Olympiastadion geht dennoch auf das
Konto von Edoardo Mortara: Im Freien Training am Freitag fuhr der in der Schweiz
lebende Italiener eine Zeit von 26,757 Sekunden, die am Samstag unerreicht blieb.
Der Spielberg-Sieger ist für den Einzelwettbewerb am Sonntag (ab 14:15 Uhr live im
„Ersten“) als einer der drei punktbesten Audi-Piloten der laufenden DTM-Saison
ebenso direkt für das Achtelfinale gesetzt wie Mattias Ekström und Mike
Rockenfeller.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Das war heute fraglos ein tolles
Spektakel für die Zuschauer mit einer ganz engen Entscheidung. Die Kombination
aus dem zweifachen DTM-Meister Timo (Scheider) und Adrien Tambay, der heuer
seine erste DTM-Saison fährt, war sicherlich eine sehr interessante Paarung. Beide
sind sehr gute Zeiten gefahren – im Finale auch die schnellste Einzelrunde. Aber am
Ende zählt nur die Gesamtzeit, und da war Mercedes einen Hauch schneller. Es muss
einfach alles zusammenpassen, wenn man hier gewinnen möchte. Beim Finale hat
man sehr gut gesehen, dass man auch beim Losfahren aus der Box entscheidende
Zehntel liegen lassen kann. Nun sind wir schon gespannt auf den Einzelevent
morgen, der bestimmt genauso spannend wird. Und natürlich möchten wir da die
Nase am Ende gerne vorne haben.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi A5 DTM), Finale
„Trotz Show-Event war es ein Herzschlag-Finale. Schön, dass Adrian (Tambay) und
ich bis ins Finale gekommen sind. Heute Morgen konnten wir es uns nicht ganz
vorstellen. Aber die Jungs haben einen tollen Job gemacht und ein paar Nuancen am
Auto verbessert. Das Finale war viel knapper als wir erwartet hatten. Wir können mit
diesem Tag zufrieden sein.“