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03.10.2010

ADAC-GT-Masters in Oschersleben



Versöhnliches Saisonfinale für das Team Rosberg in Oschersleben
Das Team Rosberg erlebte in Oschersleben mit seinem bislang besten Saisonergebnis ein versöhnliches Finale der ADAC-GT-Masters-Saison 2010. Am Tag der deutschen Einheit sammelte die Mannschaft mit ihren beiden Audi R8 LMS insgesamt 14 Punkte und erreichte erstmals in diesem Jahr ein Podiumsergebnis im ADAC GT Masters.  Am Samstag starteten Kenneth Heyer/Michael Ammermüller (Wegberg/Pocking) von der elften Startposition. Bis zum Boxenstopp hielt das Team den zehnten Platz. In der 24. Runde überholte Michael Ammermüller den Dodge von Vulkan Racing, sechs Umläufe später passierte er seinen Teamkollegen Christopher Haase (Kulmbach) in einem sehenswerten Duell. Platz drei und sechs Punkte waren der Lohn für die fahrerischen Leistungen. "Den Boxenstopp so früh einzulegen, war die richtige Entscheidung – danach konnte ich voll angreifen", resümierte Ammermüller. "Ich bin wirklich zufrieden. Hinter den beiden Meisterschaftsführenden habe ich keine Attacke mehr gestartet. Es wäre auch schwer geworden, weil der Lamborghini von Peter Kox auf der Geraden so schnell ist." Christiaan Frankenhout (Niederlande) und Haase, die als Achte gestartet waren, belegten die fünfte Position. "Wir haben durch unseren Boxenstopp einen Platz gewonnen", analysierte Haase. "In das Duell von Kox und Christopher Mies habe ich mich nicht eingemischt. Doch dann drängten einige Teams von hinten und haben die Brechstange ausgepackt. Aber es war ein gutes und schönes Rennen. Das Auto des Teams Rosberg war gut und konkurrenzfähig." Am Sonntag fielen Haase/Frankenhout mit einer Beschädigung an der linken Seite der Hinterachse aus. Vorangegangen war eine Kollision mit dem Audi von Christopher Mies. "Nach der Safety-Car-Phase durften wir erst hinter der Start-Ziellinie überholen", berichtete Haase. "René Rast im Audi vor uns wurde sehr langsam. Eine Corvette, die ihm folgte, musste deshalb auch langsamer fahren. Ich bin nach links gezogen. Dann kam der Abt-Audi mit der Nummer 1 und berührte mich hinten links. Er war mit seiner linken Seite auf dem Gras. Dass er sich dann dreht, war nur logisch. Dort war einfach kein Platz für ein weiteres Auto."

 Teamchef Arno Zensen bedauerte den Zwischenfall: "Sehr schade, dass unser versöhnliches Wochenende nicht noch besser geendet hat. Am Samstag sind alle vier Fahrer ein tolles Rennen gefahren und haben uns viel Unterhaltung geboten. Ohne den Radlagerschaden an unserem Auto Nummer 8 hätten wir sonntags um den Sieg kämpfen können. Aber Platz drei und vier für das andere Auto ist ein schönes Ergebnis, das die Mannschaft und die Fahrer verdient haben." Kenneth Heyer/Michael Ammermüller erreichten sonntags die vierte Position vom neunten Startplatz. "Das Rennen war ziemlich turbulent. Leider war unser Start nicht optimal", berichtete Kenneth Heyer, der den Audi R8 LMS mit der Nummer 7 beim Boxenstopp übernahm. "Als ein Abt-Audi und ein Porsche sich bekämpften, kam ich zwei Plätze vor. Danach habe ich noch ein weiteres Auto überholt. Mit unserer Steigerung an diesem Wochenende und den Plätzen drei und vier bin ich zufrieden." Die Teamwertung schloss das Team Rosberg nach sieben Saisonveranstaltungen mit 43 Zählern auf der siebten Position im Feld der 13 Mannschaften ab. Bereits in einer Woche starten die beiden Audi R8 LMS des Teams aus Neustadt an der Weinstraße erneut: Dann steht in Zolder (Belgien) das Finale der GT3-Europameisterschaft auf dem Programm.