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17.10.2016

Molina siegt, Mortara beweist Nervenstärke



Spannung pur in der DTM: Nach einer eindrucksvollen Aufholjagd von Audi-Pilot Edoardo Mortara im ersten der beiden Finalrennen auf dem Hockenheimring fällt die Entscheidung im Kampf um den Fahrertitel erst am Sonntag im letzten Rennen des Jahres. Auch die Hersteller- und die Teamwertung sind weiter offen.
Miguel Molina feierte am Samstag im Teufel Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline von Startplatz zwei aus einen souveränen Sieg. Dem Katalanen gelang es schon in der ersten Runde, den von der Pole-Position gestarteten BMW von António Félix da Costa zu überholen und sich anschließend deutlich vom Rest des Feldes abzusetzen. „Mein Auto war einfach fantastisch zu fahren“, jubelte der Katalane nach seinem dritten DTM-Erfolg. „Das war gestern und heute früh im freien Training noch nicht der Fall. Aber das Team hat toll gearbeitet. Ab dem Qualifying war mein Auto perfekt.“
Die Fernsehkameras waren am Samstag jedoch vor allem auf den grün-blauen Castrol Audi RS 5 DTM von Edoardo Mortara gerichtet. Nachdem der Tabellenzweite in den beiden freien Trainingssitzungen nur wenig zum Fahren gekommen war, musste er sich im Zeittraining mit dem achten Platz begnügen, während sich Titelrivale Marco Wittmann (BMW) einen Platz in der zweiten Startreihe sicherte.
In der Anfangsphase des Rennens verlor Mortara durch eine Rangelei mit Wittmanns Teamkollegen Timo Glock etwas an Boden. Doch der Audi-Pilot behielt einen kühlen Kopf, sparte sich die Nutzung seines DRS-Klappflügels für die entscheidende Schlussphase auf und schnappte sich dann einen BMW nach dem anderen. Am Ende überquerte er die Ziellinie nur 1,144 Sekunden hinter Marco Wittmann. Mit 17 Punkten Rückstand ist Mortara damit vor dem Finale weiter im Titelrennen der DTM.
„Nach den Problemen im Training war es ein großartiges Rennen“, sagte Mortara. „Vom achten Startplatz auf Platz drei nach vorn zu fahren, ist gut für die Show, aber alles andere als einfach. Ich wusste, dass meine Chance am Ende des Rennens kommt, denn das ist die Stärke unseres Audi RS 5 DTM. Mit Ausnahme von Timo (Glock) waren alle BMW-Piloten sehr fair. Nun hoffe ich, dass wir eine ähnliche Leistung morgen zeigen und die 17 Punkte noch wettmachen können.“
Mit einer insgesamt starken Leistung machte Audi am Samstag einen großen Schritt in Richtung Herstellertitel. Mit Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), René Rast (Red Bull Audi RS 5 DTM/Audi Sport Team Phoenix) und Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM/Audi Sport Team Rosberg) auf den Plätzen fünf, sechs und acht kamen insgesamt fünf Audi-Piloten in die Punkte. Vor dem letzten Rennen hat Audi bei noch 98 zu erzielenden Punkten nun 61 Zähler Vorsprung auf BMW. In der Teamwertung baute das Audi Sport Team Abt Sportsline die Führung am Samstag auf 34 Punkte aus. Hier werden noch 43 Zähler vergeben.

Ohne Punkte blieben nur Adrien Tambay, der sich im Speedweek.com Audi RS 5 DTM vom 21. Startplatz auf Rang zwölf nach vorn kämpfte, Nico Müller im Playboy Audi RS 5 DTM auf Rang 15 und Timo Scheider, der im AUTO BILD MOTORSPORT Audi RS 5 DTM als 16. ins Ziel fuhr.
Entsprechend positiv war die Tagesbilanz von Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport: „Nach dem nicht so perfekten Qualifying war es ein fantastisches Rennergebnis für Audi. Mehr konnten wir nicht erwarten. Edo (Mortara) hat eine traumhafte Performance gezeigt und sich das Rennen intelligent eingeteilt. Er hat es heute allen gezeigt, die daran vielleicht Zweifel hatten, und sich die Meisterschaftschance zumindest erhalten. Miguel (Molina) hat seine Chance genutzt und eine Eins-a-Performance gezeigt. Wie auch René Rast, der in seinem ersten ‚richtigen‘ DTM-Rennen gleich kräftig gepunktet hat. Auch Mike (Rockenfeller) war stark. Es war ein gutes Rennen. Die Meisterschaftschancen sind noch da. Darauf können wir morgen aufbauen.“