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26.09.2016

DTM Budapest: Stimmen Audi Sport



39.500 Zuschauer (am Wochenende) erlebten auf dem Hungaroring eine starke Leistung der Audi-Mannschaft mit den Plätzen eins bis sechs am Samstag und einem Doppelsieg am Sonntag. Nach dem Wertungsausschluss von Daniel Juncadella (Mercedes-Benz) und Marco Wittmann (BMW) haben mit Edoardo Mortara und Jamie Green vor dem Finale in Hockenheim noch zwei Audi-Piloten Chancen auf den Fahrertitel. In der Hersteller- und Teamwertung liegt Audi klar an der Spitze. Die Stimmen nach dem Ungarn-Gastspiel der
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef)
„Zunächst einmal ein großes Lob an unsere Technikmannschaft: Der Audi RS 5 DTM war in Budapest das Maß der Dinge. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass wir noch immer mit demselben Auto fahren wie vor drei Jahren, während unsere beiden Wettbewerber in der Zwischenzeit einige Zugeständnisse bekommen haben. Umso bemerkenswerter ist die starke Leistung. Ich denke, es hat sich auch für die DTM gelohnt, nach Budapest zurückzukehren. Vor allem am Sonntag haben wir eine tolle Kulisse gesehen. Erfreulich ist, dass darunter auch viele Mitarbeiter aus unserem Werk in Győr waren. Sie haben zwei überlegene Audi-Siege erlebt. Und es ist uns gelungen, die Titelentscheidung auf das Finale in Hockenheim zu vertagen. Die DTM-Fans dürfen sich auf einen spannenden Showdown freuen, in dem wir noch einmal alles geben werden.“
Dieter Gass (Leiter DTM bei Audi Sport)
„Von der Performance her war das eines der besten Wochenenden, das wir bisher in der DTM hatten – insbesondere in dieser Saison. Umso ärgerlicher ist, dass wir am Sonntag nur bedingt Profit daraus schlagen konnten. Nach dem Sechsfachsieg am Samstag haben wir zwar einen Doppelsieg eingefahren und die Führung in der Hersteller- und Teamwertung ausgebaut – aber nicht in dem Maß, in dem wir das hätten tun können. Es war extrem ärgerlich, dass Edo (Mortara) und Jamie (Green) in der ersten Kurve so unglücklich aus dem Rennen herausgerissen wurden. Edos Start war nicht optimal, aber er hätte trotzdem gute Chancen gehabt, im Rennen noch weit nach vorne zu kommen. Nun brauchen wir in Hockenheim ein ganz starkes Finale. Wir wissen, dass wir dort schnell sind. In der Hersteller- und Teamwertung stehen wir gut da – und auch in der Fahrerwertung ist noch nicht aller Tage Abend.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53) Platz 2 / Ausfall
„Am Samstag lief es sehr gut, mit Platz zwei im Qualifying und im Rennen war ich sehr zufrieden. Für Audi insgesamt war es ein starkes Ergebnis. Im Zeittraining am Sonntag wurde ich dann während des zweiten Stints mit neuen Reifen blockiert und konnte keine freie Runde fahren. Nach den Sektorzeiten zu urteilen, hätte ich sicher noch weiter vorn landen können – zumindest auf Platz zwei. Im Rennen schließlich bin ich nach dem Start gut weggekommen. Leider hat sich Wittmann dann entschieden, auf der Start-Ziel-Geraden nach rechts rüberzuziehen. Er geriet erst mit Edo (Mortara) aneinander und traf anschließend auch mein Auto. Es wurde so schwer beschädigt, dass ich nicht weiterfahren konnte. Somit war das Rennen für mich schon nach 400 Metern zu Ende, was sehr frustrierend ist.“

Adrien Tambay (Speedweek.com Audi RS 5 DTM #27) Platz 6 / Platz 2
„Für mich war es ein sehr gutes Wochenende. Am Samstag Sechster, am Sonntag Podium auf Platz zwei. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich hoffe, das war nun der Startschuss für einen weiteren Schritt nach vorn. Und natürlich freue ich mich für mein Team. Alle haben die ganzen Rennen über einen tollen Job gemacht. Sie haben es sich verdient. Am Ende war es eine große Erleichterung, dass es nun wieder geklappt hat und wir viele Punkte mitnehmen konnten.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg)
„Insgesamt ein paar lachende und ein paar weinende Augen dieses Wochenende. Der zweite Platz am Samstag von Jamie (Green) war natürlich klasse. Schade, dass er am Sonntag im Qualifying in Verkehr gekommen ist. Sonst hätte er noch weiter nach vorn fahren können. Dass es im Rennen schon in der ersten Runde vorbei war, war natürlich extrem schade. Dafür haben wir uns für Adrien (Tambay) gefreut, der uns am Sonntag ein weiteres Podium beschert hat. Insofern war es für die Teammeisterschaft ein guter Schritt in die richtige Richtung. Möglicherweise können wir noch Dritter werden, das sehen wir dann in Hockenheim. Und mit Jamie (Green) haben wir sogar noch eine kleine Chance in der Fahrerwertung.“