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03.08.2015

Audi-Pilot Ekström siegt in Spielberg



Mit einer eindrucksvollen Leistung im Regen von Spielberg (Österreich) hat Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) auf dem Red Bull Ring die Führung in der Fahrerwertung der DTM übernommen. Nach einem Sieg am Samstag und Platz drei am Sonntag liegt sein Teamkollege Edoardo Mortara auf dem zweiten Tabellenrang.
52.000 Zuschauer (am Wochenende) sahen in Spielberg zwei spektakuläre DTM-Rennen bei höchst unterschiedlichen Bedingungen. Nach perfektem Wetter am Samstag sorgte starker Regen am Sonntag für schwierige Verhältnisse und zahlreiche Ausrutscher. Mattias Ekström bewies dabei einmal mehr seine Klasse: Der Schwede sicherte sich im Red Bull Audi RS 5 DTM den besten Startplatz, führte von der ersten bis zur letzten Runde und fuhr auch die schnellste Rennrunde
Die Bedingungen waren extrem und das Rennen deshalb ziemlich aufregend, denn es wäre leicht gewesen, einen Fehler zu machen“, sagte der Schwede nach dem 21. Sieg seiner DTM-Karriere, mit dem er auch die Führung in der Fahrerwertung übernahm. „Ich musste alles geben, denn Gary (Paffett) kam am Ende immer näher. Mein Ziel war es, auf dem Red Bull Ring endlich einmal auf dem Podium zu stehen. Dass es gleich die oberste Stufe geworden ist, ist natürlich doppelt schön.“
Nach seinem Sieg am Samstag erzielte Edoardo Mortara im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM auch am Sonntag ein Podiumsergebnis. Der Italiener startete von Position sechs und kämpfte sich auf Rang drei nach vorn. In der Fahrerwertung liegt der Italiener nun 13 Punkte hinter Mattias Ekström auf dem zweiten Platz.
Mit Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM) und Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM) kamen auch Fahrer der Audi Sport Teams Phoenix und Rosberg in die Top Fünf. Rockenfeller startete aus der ersten Reihe, musste aber erst Gary Paffett und später Edoardo Mortara den Vortritt lassen. Müller arbeitete sich von Startplatz elf auf Platz fünf nach vorn und erzielte genau wie Rockenfeller sein bestes Saisonergebnis.

Als Sechster überquerte Timo Scheider im AUTO TEST Audi RS 5 DTM die Ziellinie. Der zweimalige DTM-Champion wurde in den letzten Runden von Mercedes-Pilot Robert Wickens clever eingebremst – vermutlich mit dem Ziel, dessen Markenkollegen Pascal Wehrlein zu helfen. Nach einem harten Dreikampf kam es beim Anbremsen zu einer leichten Berührung zwischen Scheider und Wickens, der beide Mercedes-Piloten zum Opfer fielen.
„Das war natürlich kein schönes Ende eines sonst tollen Rennens“, sagte Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Was mit Timo gemacht wurde, war nicht die feine Art. Aber es war ganz sicher auch nicht unsere Absicht, dass Robert (Wickens) und Pascal (Wehrlein) im Kiesbett landen. Dass ich in der ersten Emotion am Kommandostand gerufen habe: ‚Timo, schieb ihn raus’, tut mir leid. Ich funke während des Rennens nicht mit den Fahrern und wusste nicht, dass der Funk offen ist. Es war auf gar keinen Fall eine Anweisung an Timo. Ich kann mich bei Mercedes für diesen Spruch nur entschuldigen. Eine solche Äußerung drückt nicht mein Verständnis von Motorsport aus, sondern war allein dem Adrenalin in diesem Moment geschuldet. Ich bin ein Racer und war wütend, wie mit Timo umgegangen wurde. Schade ist, dass durch den Zwischenfall ein Schatten auf der makellosen Leistung von Mattias und der ganzen Audi-Mannschaft liegt. Unser Audi RS 5 DTM war hier sowohl im Trockenen als auch im Regen das stärkste Auto.“
Nicht in die Punkteränge kamen am Sonntag nur Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM/Platz 14), Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM/Platz 17) und Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM/Platz 18).