zurück zur Übersicht

19.05.2014

Stimmen nach dem Rennen in Oschersleben



Ingolstadt/Oschersleben, 18. Mai 2014 – Zwei Audi-Piloten auf dem Podium in Oschersleben: die Stimmen aus dem Audi-Lager nach einem „verrückten“ DTM-Rennen.
Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): „Die DTM-Fans haben viel Action gesehen: knallharte Zweikämpfe, Ausrutscher, Überholmanöver und ein Pokerspiel bei den Strategien, das am Ende jene belohnt hat, die besonders viel riskiert haben. Bei Mike (Rockenfeller) und Edo (Mortara) hatten wir ein glückliches Händchen, andere blieben leider unbelohnt, obwohl sie tolle Rennen gefahren sind. Insgesamt hatte unser RS 5 DTM an diesem Wochenende einen starken Auftritt.“

Dieter Gass (Leiter DTM): „Ohne Übertreibung: Es war wirklich sehr turbulent, von Anfang bis Ende. Immer, wenn die Autos in der Startaufstellung stehen und Regen einsetzt, ist die Unsicherheit grenzenlos. Im weiteren Verlauf mit dem stärkeren Regen und den Safety-Car-Phasen haben die Zuschauer viel geboten bekommen. Wir haben zwei Audi-Piloten auf dem Podium – Mike (Rockenfeller) und Edoardo (Mortara). Das ist ein gutes Ergebnis, doch ich bin trotzdem ein wenig enttäuscht: Über weite Strecken hatten wir es in der Hand, aus eigener Kraft zu gewinnen. Bis kurz vor Ende lagen wir vorn und haben es trotzdem nicht geschafft, zu siegen.“

Nico Müller (Audi Financial Services RS 5 DTM), Platz 16
Reifen: Standard/Regen/Regen
„Ich hatte einen guten Start, aber als der Regen stärker wurde, war es auf den Standardreifen extrem schwierig – die Fahrer auf den Optionsreifen sind natürlich vorbeigeflogen. Gegenüber den anderen Piloten auf Standard war ich aber gut unterwegs. Nach dem Wechsel auf die Regenreifen hatte ich am Anfang ein bisschen Mühe, bis die Temperatur stimmte. Als dann noch die Safety-Car-Phase begann, war es extrem schwierig, überhaupt den Überblick zu behalten und mit unserem Boxenstopp waren wir nicht ganz so glücklich und fielen dadurch weit zurück. Als ich schlussendlich versuchte, an Ekström heranzukommen, habe ich noch eine Position verloren. Aber ich habe hier in diesen schwierigen Verhältnissen viel gelernt und es hat großen Spaß gemacht.“

Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM), Platz 18
Reifen: Option/Regen/Option
„Eine lange Geschichte. Meine Pace war sehr gut, ich lag mit großem Vorsprung vorn. Dann kam das Safety-Car heraus und das Feld schob sich zusammen. Nach der Safety-Car-Phase konnte ich mich erst absetzen, musste dann aber meinen Pflichtboxenstopp absolvieren. Wir entschieden uns für Slicks, was sicherlich die richtige Wahl war. Ich habe noch (Gary) Paffett und (Martin) Tomczyk überholt. Ich war an Miguel (Molina) dran und habe in der Schikane etwas zu viel Druck gemacht, dabei habe ich dann das Heck verloren und bin in der letzten Runde ausgefallen, was sehr schmerzhaft ist. Aber ich habe heute meine Fähigkeit und Speed gezeigt, was positiv für mich und für das Team war, denn es war erst mein zweites Rennen mit dem Team Rosberg.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): „Uns bleibt das Pech treu. Jamie (Green) ist in meinen Augen ein sensationelles Rennen gefahren. Das Safety-Car hat ihn gekillt. Die Entscheidung, am Ende auf Slicks zu wechseln, war nicht falsch, der Abflug kurz vor Schluss aber natürlich schade. Nico (Müller) musste erst einmal lernen, wie man ein DTM-Auto im Regen fährt. Es lief ganz gut und auf Platz zehn hat er schon an den Punkten geknabbert. Dann kam leider der Dreher. Aber man darf ihm keinen Vorwurf machen: Er ist – wie gesagt – das erste Mal mit dem RS 5 DTM im Regen gefahren.“