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19.08.2013

Audi-Pilot Mike Rockenfeller bleibt cool



Platz vier nach cleverer Strategie im Regen am Nürburgring Führung in der Gesamtwertung auf 35 Punkte vergrößert Erste Punkte des Jahres für Miguel Molina
Ingolstadt/Nürburg, 18. August 2013 – Dank einer cleveren Strategie des Audi
Sport Team Phoenix und einem kühlen Kopf konnte Audi-Pilot Mike Rockenfeller
auf dem Nürburgring seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 35 Punkte
vergrößern.

84.000 Zuschauer (am Wochenende) erlebten das bisher spannendste und
spektakulärste DTM-Rennen des Jahres, bei dem es während der Einführungsrunde
zu regnen begann. Nach einer turbulenten Startrunde mit zahlreichen Ausrutschern,
Drehern und Kontakten ging das Safety-Car auf die Strecke – und zu diesem
Zeitpunkt lag Mike Rockenfeller mit dem Schaeffler Audi RS 5 DTM am Ende des
Feldes, nachdem er in der ersten Kurve einem Konkurrenten ausweichen musste.

Das in Meuspath in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings beheimatete Audi Sport
Team Phoenix entschied sich für eine riskante Strategie, die sich am Ende voll
auszahlte: Es holte Rockenfeller noch während der Safety-Car-Phase zum Wechsel
auf Regenreifen an die Box. Optimal bereift gelang es „Rocky“, sich innerhalb von
nur fünf Runden vom 20. Platz an die Spitze des Feldes nach vorn zu kämpfen und
souverän einen Vorsprung von fast einer halben Minute herauszufahren. Obwohl er
aufgrund der Strategie einen zusätzlichen Boxenstopp absolvieren musste, reichte
es am Ende auf abtrocknender Strecke zum vierten Platz und zwölf weiteren
Punkten. Diese sind besonders wertvoll, da seine bisher schärfsten Verfolger Bruno
Spengler (BMW) und Gary Paffett (Mercedes-Benz) nicht in die Punkteränge kamen.

„Heute muss ich mich ganz besonders bei meinen Jungs bedanken: Dieser vierte
Platz geht voll auf das Team Phoenix“, erklärte der Tabellenführer nach dem
spektakulären Rennen. „Joey (Hand) hätte uns in der ersten Kurve beinahe alles
kaputtgemacht, aber das Team ist cool geblieben und hat alles richtig gemacht.
Danke dafür!“

Die anderen Audi-Piloten waren in zahlreiche harte Duelle verwickelt und
begeisterten die Zuschauer am Nürburgring mit spektakulären Überholmanövern.
Adrien Tambay sammelte im Audi ultra RS 5 DTM des Audi Sport Team Abt
Sportsline als Sechster zum zweiten Mal in Folge Punkte. Rockenfellers Teamkollege
Miguel Molina (Audi RS 5 DTM) holte mit Rang acht die ersten Punkte des Jahres,
obwohl der Spanier durch einen Ausrutscher bei Rennmitte sieben Positionen auf
einen Schlag verlor. Jamie Green (Red Bull Audi RS 5 DTM) kämpfte sich nach einem
verpatzten Start noch auf den neunten Platz nach vorn.

Die beiden Piloten des Audi Sport Team Rosberg verpassten Punkte nur knapp: Filipe
Albuquerque (Audi Financial Services RS 5 DTM/Platz elf) verlor wertvolle Zeit an der
Box. Edoardo Mortara (Playboy Audi RS 5 DTM/Platz zwölf) drehte sich im
Startgetümmel nach einer Berührung mit dem BMW von Bruno Spengler und wurde
anschließend vom späteren Sieger Robert Wickens (Mercedes-Benz) getroffen.
Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM/Platz 13) warfen mehrere Rangeleien und
Kontakte zurück. Und die Pechsträhne von Timo Scheider will einfach kein Ende
finden: Der zweifache DTM-Champion musste seinen AUTO TEST Audi RS 5 DTM nach
nur acht Runden abstellen, nachdem er auf der Geraden am Heck touchiert worden
war und sich von der Strecke drehte.

„Ich denke, die Zuschauer sind heute voll auf ihre Kosten gekommen“, erklärte
Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Mike (Rockenfeller) hat dank eines cleveren
Schachzugs seines Teams einen weiteren großen Schritt in der Meisterschaft
gemacht und nun 35 Punkte Vorsprung. Die Strategie, auf drei Boxenstopps zu
setzen und während der Safety-Car-Phase auf Regenreifen zu wechseln, ging auf
und wurde am Ende belohnt. Mit vier Audi RS 5 DTM in den Punkten können wir
insgesamt zufrieden sein, auch wenn für uns sicherlich noch mehr hätte
herausspringen können.“

Nach einer vierwöchigen Pause geht es in der DTM am 15. September in
Oschersleben weiter. Für Audi steht zuvor der vierte Lauf der FIA-Langstrecken-
Weltmeisterschaft (WEC) in São Paulo (Brasilien) auf dem Programm, die Audi mit
dem Hybrid-Rennwagen R18 e-tron quattro ebenfalls anführt.