zurück zur Übersicht

15.07.2013

Endlich: Audi siegt wieder auf dem Norisring



126.000 Zuschauern feiern Mattias Ekström in Nürnberg Erster Triumph für Audi beim DTM-Heimrennen seit 2002 Mike Rockenfeller übernimmt alleinige Tabellenführung
Ingolstadt/Nürnberg, 14. Juli 2013 – Großer Tag für Audi und Mattias Ekström:
Vor 126.000 Zuschauern (am Wochenende) gewann der Schwede aus dem Audi
Sport Team Abt Sportsline im Red Bull Audi RS 5 DTM an seinem 35. Geburtstag
den Saisonhöhepunkt der DTM auf dem Norisring. Gleichzeitig übernahm Audi-
Pilot Mike Rockenfeller im Schaeffler Audi RS 5 DTM mit einer eindrucksvollen
Aufholjagd die alleinige Tabellenführung.

Für Audi war es der erste Erfolg beim DTM-Heimspiel in Nürnberg seit Laurent
Aiellos Triumph im Jahr 2002, für Ekström der erste Sieg mit dem Audi RS 5 DTM
und für das Audi Sport Team Abt Sportsline der erste in einem DTMMeisterschaftslauf
seit dem Rennen in Valencia im Oktober 2011.

Ekström überholte bereits in der Anfangsphase den BMW von Titelverteidiger Bruno
Spengler und den Mercedes-Benz des Trainingsschnellsten Robert Wickens und
wechselte genau wie sein Markenkollege Edoardo Mortara in Runde 13 auf die
schnellen Optionsreifen. Mit diesen konnten sich die beiden Audi-Piloten zur Freude
der vielen Audi-Fans auf den Tribünen immer weiter von den Verfolgern absetzen. In
Runde 64 übernahm Ekström die Führung und hatte kurz vor dem Ziel einen so
großen Vorsprung, dass er auch nach seinem zweiten Boxenstopp an der Spitze blieb
und die Ziellinie als umjubelter Norisring-Sieger überquerte.

„Das ist ein ganz spezieller Moment für mich“, sagte der Schwede, der am Renntag
35 Jahre alt wurde. „Der Heimsieg am Norisring für Audi war etwas, was ich in der
DTM noch auf der Liste hatte. Danke an alle bei Audi Sport, dem Team Abt, meinem
Ingenieur Florian (Modlinger), meinen Jungs und Mechanikern. Mein RS 5 war
perfekt. Ich konnte meine Reifen hinter Edo (Mortara) ein bisschen schonen. Er
hatte etwas Probleme beim Bremsen, so konnte ich ihn überholen. Es war spannend
und heiß bis zum Schluss. Ich wusste, dass es am Ende knapp wird mit Gary
(Paffett). Zum Glück hat es funktioniert.“

Lange Zeit auf Podiumskurs unterwegs war auch Edoardo Mortara im Playboy Audi
RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg. Der Italiener wechselte bereits in der
fünften Runde auf die Optionsreifen und lag nach zwei frühen Safety-Car-Phasen ab
Runde 14 an der Spitze des Feldes, ehe er Mattias Ekström den Vortritt ließ. Nach
dem zweiten Boxenstopp kam er unmittelbar hinter Gary Paffett auf die Strecke
zurück. Beim Kampf um Platz zwei kam es zu zwei Kollisionen zwischen Mortara und
Paffett. Die zweite riss beide Kontrahenten kurz vor dem Ziel aus dem Rennen und
verhinderte einen möglichen Audi-Doppelsieg.

Geradezu sensationell war die Aufholjagd von Mike Rockenfeller, der wegen eines
Getriebewechsels an seinem Schaeffler Audi RS 5 DTM aus der letzten Startreihe ins
Rennen gehen musste. Der Tabellenführer kämpfte sich innerhalb weniger Runden
in die Top Ten nach vorn und absolvierte seine beiden Pflichtboxenstopps in den
Runden 13 und 15 währende einer Safety-Car-Phase direkt hintereinander. Mit
dieser cleveren Strategie des Audi Sport Team Phoenix und einem fehlerfreien
Rennen kam „Rocky“ vom 21. auf den fünften Platz nach vorn und sicherte sich die
alleinige Tabellenführung zwei Punkte vor BMW-Pilot Bruno Spengler.

Weniger Glück mit der Strategie und den Safety-Car-Phasen hatten Filipe
Albuquerque (Audi Financial Services RS 5 DTM), Miguel Molina (Audi RS 5 DTM) und
Adrien Tambay (Audi ultra RS 5 DTM), die sich trotz schneller Rundenzeiten mit den
Plätzen 12, 14 und 15 begnügen mussten. Jamie Green musste seinen Red Bull Audi
RS 5 DTM in Runde 66 in aussichtsreicher Position abstellen, als der zweite Gang
stecken blieb. Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM) konnte wegen eines
Bremsproblems erst gar nicht starten.

Das alles konnte nicht die große Freude über den ersten Audi-Sieg auf dem Norisring
seit 2002 trüben. „Was für ein toller Tag für Audi und die vielen Audi-Fans, die hier
am Norisring so lange auf den Sieg ihrer Vier Ringe warten mussten!“, sagte Dieter
Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Wir waren in den letzten zehn Jahren immer ganz
dicht dran – nun hat es endlich geklappt. Mattias (Ekström) hat sich mit einem
perfekten Rennen das schönste Geburtstagsgeschenk selbst gemacht. Auch Edo
(Mortara) war stark unterwegs. Schade, dass es am Ende zu den beiden Kollisionen
mit Gary Paffett kam, sonst hätten wir sogar zwei Audi-Fahrer auf dem Podium
gehabt. Toll ist, dass ‚Rocky’ aus der letzten Reihe noch auf Platz fünf nach vorn
gefahren ist und nun alleiniger Tabellenführer ist. Danke an alle, die hart dafür
gearbeitet haben, diesen Erfolg möglich zu machen.“