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10.10.2010

FIA-GT-3 Europameisterschaft



Team Rosberg schnell unterwegs, aber im Pech
Das Saisonfinale der FIA-GT3-Europameisterschaft im belgischen Zolder verlief für das Team Rosberg sehr unglücklich. Trotzdem die beiden Fahrergespanne Gregoire Demoustier/Michael Ammermüller und Stéphane Lemeret/Kenneth Heyer in ihren Audi R8 LMS über das gesamte Wochenende schnelle Zeiten fuhren, konnten sie bei der sechsten und letzten Veranstaltung des Jahres keine weiteren Punkte sammeln.  Die beiden Freien Trainings auf dem Circuit Zolder gaben noch Grund zur Hoffnung. Im ersten Training markierten Demoustier/Ammermüller in 1.31,321 Minuten die Bestzeit und waren damit knapp eine Sekunde schneller als das zweitbeste Team. Ihre Rosberg-Teamkollegen Lemeret/Heyer wussten ebenfalls zu gefallen: Rang vier. Im zweiten Freien Training ein ähnliches Bild: Demoustier/Ammermüller auf Rang vier, Lemeret/Heyer mit der fünfschnellsten Runde. Im Zeittraining für das erste Rennen dann Licht und Schatten im Lager des Team Rosberg. Während Lemeret/Heyer ihre gute Form mit Startplatz zwei bestätigten, hatten Demoustier/Ammermüller großes Pech. Auf der Gegengeraden kollidierte der R8 LMS schuldlos mit einem langsam fahrenden Konkurrenten. Beim Einschlag in die Streckenbegrenzung wurde das Auto irreparabel beschädigt. Eine Teilnahme am zweiten Qualifying und in den beiden Rennen war nicht möglich. In dem ersten von zwei Läufen verteidigte Stéphane Lemeret seine zweite Position bis zum obligatorischen Fahrerwechsel. Kurz zuvor hatte der Belgier aber schon an die Rosberg-Box gefunkt, dass er Probleme mit der Lenkung habe. Kenneth Heyer übernahm das Auto und musste kurze Zeit später das Rennen wegen der defekten Lenkung aufgeben. Vor dem zweiten Rennen wechselte das Team alle relevanten Teile und startete mit neuem Mut – allerdings nur von Platz 15. Nach nur wenigern Runden stellte sich das Lenkproblem vom ersten Rennen erneut ein und das Auto kam an die Box. Weitere Reparaturversuche blieben erfolglos. "Wir sind sehr unglücklich. Das Auto lag super. Ohne dieses Lenkproblem wären wir im ersten Rennen auf jeden Fall auf das Podium gefahren", sagte Kenneth Heyer enttäuscht. "Auch im zweiten Rennen war trotz des schlechten Startplatzes noch nichts verloren. Als das Auto noch einwandfrei funktionierte, sind wir sehr schnelle Zeiten gefahren." Das Fazit für das FIA-GT3-Jahr 2010 von Rosberg Teamchef Arno Zensen: "Die Saison ist alles andere als optimal gelaufen. Wir sind nie so richtig in Schwung gekommen. Hier in Zolder haben mir die Trainingszeiten große Hoffnung gemacht, dass wir noch zu einem versöhnlichen Ende kommen könnten – aber auch das war uns leider nicht vergönnt."